New Work – oder wie wir unseren Job heil überstehen
Interview // 18. Oktober 2025
Arbeit zwischen Sinnsuche, Selbstverantwortung und digitaler Dauerverfügbarkeit
Die Arbeitswelt verändert sich rasant: Automatisierung, hybride Zusammenarbeit und steigende Komplexität stellen Menschen und Organisationen vor neue Herausforderungen. Im Gespräch mit Radio SRF diskutiere ich, warum New Work nicht nur neue Arbeitsformen bedeutet, sondern auch eine neue Haltung zu Arbeit, Sinn und Verantwortung.
Die Arbeitswelt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz verändern nicht nur einzelne Tätigkeiten, sondern die Struktur von Arbeit selbst. Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen physischem Arbeitsplatz und digitaler Kollaboration. Viele Menschen erleben diese Veränderungen als Chance – andere als zunehmenden Druck.
In meinem Gespräch mit Radio SRF geht es deshalb um eine zentrale Frage: Wie können wir in einer immer komplexeren Arbeitswelt gesund, produktiv und sinnstiftend arbeiten? Der Begriff New Work wird häufig auf flexible Arbeitszeiten oder Homeoffice reduziert. Tatsächlich beschreibt er jedoch einen viel umfassenderen kulturellen Wandel. Es geht um neue Formen der Zusammenarbeit, mehr Selbstverantwortung und die Fähigkeit von Organisationen, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Unternehmen müssen lernen, Arbeit anders zu organisieren: weniger in starren Hierarchien, mehr in Netzwerken und interdisziplinären Teams. Gleichzeitig braucht es neue Kompetenzen – von Selbstorganisation über Lernfähigkeit bis hin zu kritischem Denken. New Work ist deshalb nicht nur ein organisationales Konzept, sondern auch eine persönliche Herausforderung.
Die zentrale Frage bleibt: Wie gestalten wir Arbeit so, dass sie sowohl leistungsfähig als auch menschlich bleibt?
Ressource:
SRF, Perspektiven vom 18.10.2025